Hier stellt sich zuerst die Frage, was in die Kosten eingerechnet wird. Eine Studie der ETH Zürich zeigt, dass während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes 75% der Kosten für Betrieb und Unterhalt anfällt und lediglich nur 25% für die Ersterstellung. Es ist also entscheidend, wie gebaut wird. Und nicht mit welcher Bauweise. Wenn wir dennoch nur die Neubaukosten betrachten, ist wichtig, dass gleiche Systeme (Standarte) miteinander verglichen werden. Es dürfen also nicht eine hinterlüftete Fassade mit einer Kompaktfassade, Holzmetallfenster mit Kunststofffenster oder Minergie mit MuKEn verglichen werden. Bei vergleichbaren Aufbauten ergeben sich dann aber beim Holzbau tatsächlich Mehrkosten von ca. 2 – 4 % gegenüber einem Massivbau.

Direktvergleich

Nebenstehende Tabelle zeigt einen Direktvergleich von einem Holzelementbau mit einem Massivbau mit gleichem Standard (Minergie-A), die wir als Sandri-Achritekten gebaut haben (2016+2018) Differenz ca. 3,5% Allerdings: Durch die kürzere Bauzeit bei Holzelementbauten (ca. 2-3 Monate) können Wohnungen schneller vermietet werden. Das reduziert die Kosten zwar nicht – aber der Ertrag setzt früher ein!  

Bauzeitreduktion mit Holzelementbau

Ein spannendes Beispiel dazu ist der Rengglibau in Lenzburg für die AXA, wo innert 5 Monate ein Mehrfamilienhaus mit 20 Mietwohnungen in Holz-Modulbau realisiert wurde. Im Vergleich: ein Massivbau hätte ca. 9 Monate länger gedauert.

https://www.renggli.swiss/de/referenzen/mehrfamilienhaus-lenzburg/